Antrag: Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen umsetzen

Gepostet am Donnerstag, den 8. Dezember 2011 um 16:19 in Gender

Drucksache 17/7953

Trotz der breiten öffentlichen Diskussion in den letzten Jahren, trotz demographischen Wandels und trotz vielfältiger Versprechungen seitens der Unternehmen hat sich der Frauenanteil in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft kaum erhöht. Die „Freiwillige Vereinbarung“ zwischen Bundesregierung und Arbeitgeberverbänden aus dem Jahre 2001 zur Gleichstellung hat kaum Ergebnisse gebracht und muss als gescheitert bezeichnet werden.

Die mageren Ergebnisse des zweiten Treffens der Bundesministerinnen für Frauen, Arbeit, Justiz mit den DAX30-Konzernen vom 17. Oktober dieses Jahres zeigen, dass es in der Wirtschaft kaum ein Bewusstsein für das Problem gibt. Nicht mehr als eine weitere butterweiche Selbstverpflichtung wurde präsentiert. Die DAX30-Unternehmen konnten sich nicht einmal auf eine einheitliche Definition einer Führungsposition einigen. Auch die Zielzahlen sind völlig unterschiedlich und wenig ambitioniert: Aufsichtsräte und Vorstände sind von der neuen Selbstverpflichtung ausdrücklich ausgenommen. Ein ernstzunehmendes Bekenntnis mit konkreten Zielen und Fristen fehlt.

Newsletter April 2011

Newsletter von Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB            18.04.2011

Bestellen/abbestellen: http://www.strengmann-kuhn.de/?page_id=14

 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

mit diesem Newsletter möchte ich Sie und Euch erstens auf zwei spannende öffentliche Veranstaltungen der Grünen Bundestagsfraktion im Mai hinweisen und einladen sowie zweitens über Aktivitäten der letzten Monate berichten.

Der Newsletter als .pdf

100 JAHRE INTERNATIONALER FRAUENTAG EIN GRUND ZUM FEIERN?

Gepostet am Donnerstag, den 3. März 2011 um 14:32 in Gender,Pressemitteilung,Verschiedenes

100 Jahre Internationaler Frauentag – Gesetzliche Quote für Vorstände, Frauenrechtsverletzungen und Wahrnehmung des Wahlrechts sind die Themen, auf die die Grünen in Frankfurt aus Anlass des 100 jährigen Jubiläums des Internationalen Frauentags am 8.3.2011 mit einem Stand am Liebfrauenberg ab 13 Uhr aufmerksam machen.

Bekannte GRÜNE LokalpolitikerInnen wie Jutta Ebeling (Frankfurter Bürgermeisterin und Frauendezernentin), Manuela Rottmann (Dezernentin für Umwelt und Gesundheit), der Grüne Bundestagsabgeordnete aus Frankfurt Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Ulla auf der Heide (frauenpolitische Sprecherin der Fraktion die GRÜNEN im Römer) und Lysanne Dobranz (frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Jugend Hessen) werden vor Ort sein und Blumen an Frauen verteilen.

Nach wie vor sind die Vorstandsposten der größten 200 Unternehmen Deutschlands nahezu ausschließlich mit Männern besetzt. Frauen nahmen 2010 nur 3,2 Prozent der Vorstandssitze ein. Dies, obwohl sich die Unternehmen bereits 2001 auf freiwilliger Basis zu einer Stärkung des Anteils von Frauen in Führungspositionen verpflichtet haben. (Quelle: DIW) “Wir fordern die Einführung einer 50%-Quote für Vorstände und Aufsichtsräte. Eine Selbstverpflichtung, den Frauenanteil auf der Führungsebene zu erhöhen, ist so wirksam, wie eine empfohlene Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen”, erklärt Ursula auf der Heide, frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Römer, “es wird einzelne geben, die sich daran halten, das Ziel wird jedoch verfehlt.”

Drei Veröffentlichungen zum Thema Gender

Gepostet am Sonntag, den 27. Februar 2011 um 13:25 in Gender

Mehr zum Thema Gender

Grundeinkommen aus Genderperspektive

Gepostet am Mittwoch, den 2. September 2009 um 15:34 in Gender,Grundeinkommen
Logo Hessen

Folien zu einem Vortrag beim Landesfrauenrat der Grünen Hessen vom 12.5.2007
Gliederung:
- Gender-Ungleichheiten und die Bedeutung der Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Das jetzige Steuer- und Sozialsystem und Gender
- Grundeinkommen – Grundidee und Ziele
- Grundeinkommen aus Gendersicht:
- Risiko eines eigenständigen Grundeinkommens/ einer eigenständigen Grundsicherung
- … und Chancen
- Schlussfolgerungen und notwendige Zusatzmaßnahmen

Grundeinkommen aus Genderperspektive (pdf)

Was ist der Gender-Aspekt von Armut?

Gepostet am Mittwoch, den 2. September 2009 um 11:56 in Armut,Gender

Veröffentlichung von Wolfgang Strengmann-Kuhn

kino kelkheim 2

Strengmann-Kuhn, Wolfgang (2007): Inequalities in earnings and child rearing: What is the gender aspect of poverty? Intervention. Journal of Economics, 4, 1, 181-201.

Schieflagen bei Kindererziehung und Einkommen: Was ist der Gender-Aspekt von Armut?

Frauen haben nur ein unwesentlich höheres Armutsrisiko als Männer. Armut ist also nicht “weiblich”. Dieses Ergebnis scheint im Widerspruch damit zu stehen, dass Frauen eine geringere Erwerbsbeteiligung haben, also häufig gar kein eigenes Einkommen oder nur Sozialleistungen beziehen, und wenn sie arbeiten, ein geringeres Arbeitseinkommen erzielen. Am deutlichsten wird dieser scheinbare Widerspruch bei der Gruppe der working poor. Obwohl der Niedriglohnbereich überwiegend von Frauen besetzt ist, ist die Mehrheit der working poor männlich. Anliegen dieses Beitrags ist es diese Widersprüche aufzulösen und zu erklären, warum gesellschaftliche Schieflagen zwischen den Geschlechtern trotzdem eine Ursache von Armut sind.

deutsche Version:
Schieflagen bei Kindererziehung und Einkommen: Was ist der Gender-Aspekt von Armut? (pdf)

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