Pressemitteilung | 12.05.2021

Verfestigte Armut bekämpfen – Existenzminimum immer garantieren

Anlässlich des heute vom Kabinett gebilligten 6. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung erklärt Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik:

Armut verfestigt sich, soziale Mobilität und damit der Aufstieg ganzer Bevölkerungsgruppen ist immer schwerer möglich. Es zeigt sich, dass die Chancen auf ein besseres Leben jenseits der Armut für zu viele Menschen ein unerreichtes Ziel ist – und das trotz des Wohlstandsversprechens unserer sozialen Marktwirtschaft und der guten ökonomischen Gesamtsituation.

Die Armut verharrt insgesamt auf einem zu hohen Niveau. Das ist die bittere Bilanz des 6. Armuts- und Reichtumsberichts und verdeutlicht vor allem eines: Die sozialpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus, um diese Verfestigungen aufzubrechen und das Gefälle zwischen arm und reich abzumildern.

Wir brauchen ein umfassendes Programm gegen Armut. Dazu gehört für uns eine sanktionsfreie Garantiesicherung des soziokulturellen Existenzminimums genauso wie starke Sozialversicherungen für breite Bevölkerungsschichten und eine verlässliche soziale Infrastruktur vor Ort in den Kommunen.