Durch Corona alles anders? Soloselbständige in der Krise

Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung haben erhebliche Schwächen bei der sozialen Absicherung von Soloselbstständigen offengelegt. Zugleich gehen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft an der Lebensrealität der meisten Soloselbstständigen völlig vorbei. Die von der Bundesregierung favorisierte Lösung, Soloselbstständige zur Deckung ihres Lebensunterhalts zu den Jobcentern zu schicken und ihnen nur für Betriebskosten Wirtschaftshilfen zu gewähren, hilft den wenigsten und ist zudem mit dem Selbstverständnis von Soloselbstständigen kaum zu vereinbaren. Soloselbständige fühlen sich zu Recht nicht angemessen gesehen. Darüber diskutierte ich mit anderen Abgeordneten und Gästen am 04.11.2020.

Zum Veranstaltungsbericht geht es hier: https://www.gruene-bundestag.de/termine/durch-corona-alles-anders-soloselbststaendige-in-der-krise

Programm und Ablauf

17.00

Begrüßung und politische Einführung:

Claudia Müller MdB
Mittelstandsbeauftragte
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Gast mit Schilderung der Praxis
n.n.

Kommentar: Sven Lehmann MdB
Sprecher für Sozialpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17.15

Diskussion zur Weiterentwicklung der freiwilligen Arbeitslosenversicherung

Moderation: Claudia Müller MdB

Pamela Dorsch
Projektentwicklung & Beratung
Solo-Selbstständig

Christoph Schmitz
Vorstandsmitglied bei Ver.di
Leiter des Fachbereichs Selbständige
 

Dr. Wolfgang-Strengmann-Kuhn
Sprecher für Arbeitsmarktpolitik
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17.55

Diskussion zur besseren Förderung von Selbstständigkeit in und nach der Krise

Moderation: Claudia Müller MdB

Dr. Andreas Lutz
Vorstandsvorsitzender
Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.

RA Peter Klotzki
Hauptgeschäftsführer
Bundesverband der Freien Berufe e. V.

18.30

Ende der Veranstaltung

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Wolfgang Strengmann-Kuhn über Antworten der Bundesregierung auf schriftliche Fragen zur Arbeitslosenversicherung. Den Antworten zufolge wurde die freiwillige Arbeitslosenversicherung 2019 nur von 80.000 Selbstständigen in Anspruch genommen. Das sei angesichts der 4 Millionen. Selbstständigen eine marginale Zahl.